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PHYSIK  BEWEIST  SPRENGUNG


„Warum schweigen gute Menschen zum 11. September?“



Teil 6: Konformität


von Frances T. Shure    

Übersetzung Andreas Bertram-Weiss


Aus:http://www1.ae911truth.org/en/news-section/41-articles/876-why-do-good-people-become-silentor-worseabout-911-part-6-conformity.html


Im 6. Teil setzen wir die Reihe von Frances Shures Analyse fort mit Solomon Aschs Experimenten über Konformität und Elizabeth Noelle-Neumanns Theorie der „Spirale des Schweigens“.


In den frühen 1950er Jahren zeigten die Experimente von Solomon Asch am Swarthmore College lebhaft unsere menschliche Neigung, uns einer in einer Gruppe vorherrschenden Meinung anzupassen. Einige Studenten, die vor dem Experiment ausgewählt wurden, wurden instruiert, sich so zu verhalten, als ob sie Subjekte des Experiments wären. In Wirklichkeit waren sie jedoch Eingeweihte, also Mitarbeiter der Experimentleiter.


Diese Mitarbeiter hatten alle den Auftrag erhalten, die gleiche falsche Antwort zu geben, wenn sie die Länge einer Linie auf einer Karte bestimmen sollten. Ein reales und ahnungsloses Subjekt kam dann zur Gruppe, und als das Experiment am Laufen war, gab der Ausbilder die Aufgabe, die Länge einer Strecke auf einer Karte der richtigen Linie zwischen drei verschieden langen Strecken auf der gleichen Karte oder einer anderen Karte zuzuordnen. Bei 36,8% der Fälle gab das echte Subjekt ihre oder seine richtige Antwort auf und stimmte stattdessen mit der einmütigen, aber falschen Antwort der anderen Teilnehmer/innen überein.[1]


Diese hervorragende Forschung zeigt deutlich die Macht des Drucks von Kollegen oder Gleichaltrigen, die Einzelne dazu bringt, sich der Mehrheit anzuschliessen.


Das Ergebnis stimmte mit anschliessenden Experimenten überein, ausgenommen bei einer Abweichung des Experiments, die darin bestand, dass ein anderer „Partner“ (also ein eingeweihter Mitarbeiter) die Antwort gab, die nun richtig war, bevor das wirkliche Subjekt antwortete.


Wenn dieser eine unterstützende Partner präsent war, dann schloss sich das Subjekt der Mehrheitsmeinung nur in einem Viertel der Fälle an.

Dies zeigt die Macht, dass ein Mitstreiter die Kraft verleiht, unabhängig zu bleiben, auch wenn viele der Subjekte es leugnen würden, dass solch ein Partner irgendeinen Einfluss auf ihre Antworten hat.[2]


Diese Variation des Experiments zeigt auch auf, dass die Macht einer Gruppe nicht allein auf der Anzahl ihrer Mitglieder beruht, sondern auch auf der Einmütigkeit, mit der sie ihre Position vertritt. Wenn die Einstimmigkeit einer Gruppe durchlöchert ist, dann ist ihr Einfluss deutlich reduziert.


Warum waren 36.8% der Studierenden konform? Aus Interviews war zu erfahren, dass sie manchmal davon überzeugt waren, dass die anderen richtig lagen. Dies wird als „informationelle Konformität“ bezeichnet. Andere passten sich an, weil sie besorgt waren, dass die Gruppe sie gering schätzen würde, wenn sie von deren Meinung abwichen. Dies wurde als „normative Konformität“ bekannt.


Eine weitere Variante des Experiments bestand darin, dass das Subjekt später eintraf und sie oder er darum aufgefordert wurden, die Antworten privat aufzuschreiben, was zu einer Abnahme der Konformität um zwei Drittel führte. Wenn das Subjekt ihre oder seine Antwort für sich behalten konnte, gab es noch mehr Möglichkeit, unabhängig zu bleiben.[3]


Die Lehre aus diesen Experimenten ist für die Skeptiker und Aktivisten von 9/11 gewinnbringend. Wir können aus den Umfragewerten [4] und aus unseren persönlichen Erfahrungen beim Versuch, unsere Beweise anderen nahezubringen, erkennen, dass mehr und mehr Menschen gewillt sind, unseren dargelegten Beweisen zu folgen und offen über den 11. September als ein Verbrechen  „unter falscher Flagge“ zu sprechen.

Tatsächlich bröckelt die Einstimmigkeit ab, mit der die offizielle Darstellung vertreten wird, und dies trotz der unverantwortlichen Weigerung der konzerneigenen Medien, die offizielle Regierungsversion zu hinterfragen.


Es gibt jedoch viele, die noch nicht informiert sind und dieses Thema unaubleiblich sehr herausfordernd finden werden. So haben wir die Aufgabe, unsere Wahrheit ruhig und vernünftig mit Beweisen zu untermauern, während wir Spekulationen vermeiden, die einen abwehrenden Menschen nur dazu einladen würden, auf seinen widerlegten Argumenten zu beharren und die stichhaltigen Beweis abzulehnen.


Eine weitere Studie verdeutlicht unsere menschliche Neigung zur Anpassung. Deutsche Sozialwissenschaftler/innen haben in den 1960er und 1970er Jahren bemerkt, dass während zweier verschiedener Wahlen die Wahlabsichten von Wähler/inne/n gleichauf lagen. Zugleich nahm jedoch die Erwartung, welche Partei wirklich gewinnen würde, nach und nach von der eigenen Präferenz unabhängige Tendenz an.

In beiden Fällen wurde die Partei, deren Anhänger sich in grösserem Masse als die anderen äusserten und begeistert dabei und gewillt waren, ihre Überzeugungen darzulegen, zu der Partei, von der allgemein erwartet wurde, dass sie gewinnt, obwohl die Absichten der Wähler/innen einander bei stabil die Waage hielten.

In jeder der Wahlen wuchs die Spannung der deutschen Bürger/innen, wer gewinnen würde, Woche für Woche. Dann trat kurz vor Schluss ein Umschwung in der Wählergunst ein und genügend Bürger/innen (in Millionenhöhe) wechselten in das Lager des erwarteten Gewinners und verhalfen so diesem Kandidaten zum Wahlsieg.


Wie kam es dazu?

Diejenigen, die am überzeugtesten waren, dass ihre politischen Parteien und ihre Kandidaten die besten seien, drückten ihre Ansicht offen aus. Sie waren davon überzeugt, dass ihre Ansichten schliesslich von fast allen angenommen würden.

Diejenigen, die diese Ansicht ablehnten, fühlten sich ausgeschlossen; sie zogen sich zurück und verfielen ins Schweigen. Diese Dynamik liess den erwarteten Gewinner noch populärer erscheinen, als dieser Kandidat in Wirklichkeit war.

Durch die beständige Rückkoppelung, mit seinem eigenen Erfolg bzw. Misserfolg verstärkt, ermutigte der soziale Druck Menschen dazu, ihre Meinung kundzutun oder aber sich ruhig zu verhalten. Dieser Prozess wird als die „Spirale des Schweigens“ bezeichnet.[5]


Die deutschen Forscher fanden heraus, dass in einem anscheinend unbewussten Prozess Menschen aufhörten, sich für den verlierenden Kandidaten zu engagieren, und zwar ungefähr zwölf Stunden nachdem die öffentliche Meinung verkündet worden war, dass die Unterstützung für diesen Kandidaten sich verschlechtert hatte.[6]


Wie erklären Sozialwissenschaftler diesen „Mitläufereffekt“?

Jeder möchte auf der Gewinnerseite sein, sagen sie, d. h. zu dem Gewinner gehören.

Denkt an unsere Football-Spiele: Wie beschwingt, wie erhoben fühlen wir uns, wenn „unser Team“ der Gewinner ist, und wie leblos fühlen wir uns, wenn es der Verlierer ist. Ob es Sportteams sind oder politische Parteien, es ist ein menschliches Bedürfnis, sich mit dem Gewinner zu identifizieren und diese Identifizierung anderen mitzuteilen.


Was Wahlen und die Spirale des Schweigens betrifft, so erklärt die deutsche Politikwissenschaftlerin Elizabeth Noelle-Neumann aufschlussreich:


„Niemand will isoliert sein .. so isoliert, dass Nachbarn zur anderen Seite schauen, wenn sie im Treppenhaus an dir vorbeigehen, oder Arbeitskollegen sich wegsetzen und einen leeren Stuhl zwischen sich und dir freilassen. Wir sind dabei, Hunderte von Signalen zu beobachten, die einen Menschen wissen lassen, dass sie oder er nicht von einem warmen Hauch von Sympathie umgeben ist, sondern von einem Ringwall der Ablehnung.


Wiederholtes Befragen der gleichen Menschen ... zeigte uns, dass diejenigen, die sich relativ isoliert von anderen fühlen ... die sind, die am wahrscheinlichsten an einem Wahlumschwung in letzter Minute teilnehmen.

Diejenigen mit schwächerem Selbstvertrauen und weniger Interesse an Politik sind auch eher die, die einen kurzfristigen Wechsel vollziehen. Aufgrund ihrer geringeren Selbsteinschätzung nehmen nur wenige an, je auf der Gewinnerseite zu stehen oder die „Trompete oben auf dem Bandwagen“ zu spielen. „Das Laufen mit der Masse“ beschreibt die Situation derjenigen besser, die dort mitziehen. Und doch trifft diese Situation, mehr oder weniger, auf alle zu.

Wenn Menschen glauben, dass andere sich von ihnen abwenden, dann leiden sie so sehr, dass sie so leicht wie an einem Zügel geführt oder in ihrer Empfindlichkeit manipuliert werden können. Die Furcht vor Isolierung scheint die Kraft zu sein, die die Spirale des Schweigens in Bewegung setzt.“[7] (kursiv hinzugefügt)


Eine meiner Freundinnen verwendet gerne den Ausdruck „die Mitte der Glockenkurve“, um unsere menschliche Neigung zu illustrieren, sich den Standards und Stilarten der eigenen Kolleg/inn/en in jeglicher Weise anzupassen und sich mit ihnen zu vertragen. Das schliesst die Häuser ein, in denen wir leben, die Autos, mit denen wir fahren, der Haarschnitt und die Kleidung, die wir tragen, und die Kandidaten, die wir unterstützen.

Wir möchten respektiert werden, und wir möchten dazu gehören und in unserer Freundesgruppe beliebt sein.

Um diese Ziele zu erreichen, glauben wir, dass wir wie unsere Freunde sein sollten. Wir wollen nicht am Rand unseres Freundeskreises stehen. Wir möchten als „normal“ angesehen werden. Wenn wir Minderheitenmeinungen in Bezug auf unpopuläre Themen vertreten, dann können wir befürchten, dass unser Ruf beeinträchtigt wird, wir nicht respektiert, sondern geächtet werden - zumindest von Freund/inn/en und Kolleg/inn/en. Eine Familie kann manchmal toleranter sein.


Skeptiker kennen gut dieses Gefühl der Isolierung, das aufkommt, wenn man sich weigert, das zu glauben, was die Behörden uns über den 11. September erzählt haben. Und wir können uns geächtet fühlen, besonders wenn wir über die Beweise sprechen, die der offiziellen Erzählung widersprechen. Wir sind bei einem sehr emotionalen Thema, das bei den meisten Menschen Furcht auslöst, in einer Minderheit.


Eine Bemerkung der Direktorin einer bekannten Friedens- und Gerechtigkeitsorganisation verdeutlicht diese menschliche Grundangst: Als ich anfragte, ob ihre Organisation eine Vortragsveranstaltung mit unserer Organisation für die Wahrheit von 9/11 durchführen würde, antwortete sie nicht, sondern fragte spontan und energisch zurück: „Fran, hast du aufgrund deiner Arbeit mit 9/11 eigentlich eine Menge Freunde verloren?“


In einer anderen Unterhaltung erzählte ich einer Bekannten von meiner pädagogischen Arbeit als Skeptikerin der 9/11-Regierungserzählung. Da brach sie plötzlich den Blickkontakt mit mir ab, lehnte sich zurück und verkündete in einem Ton von Endgültigkeit und Autorität: „In unserer Familie glauben wir, dass 9/11 aufgrund der Inkompetenz der Regierung geschehen ist.“

Ich sollte verstehen, so schien es, dass ihre Familie intelligent genug war, der Regierung ihre Geschichte nicht zur Gänze abzukaufen, aber sie hatten entschieden, einer respektablen alternativen Erklärung beizupflichten, die sie fest im Zentrum der Gesellschaft hielt. Es war deutlich, dass es dort keinen Platz für weitere Diskussionen gab.


In diesen Fällen triumphiert das menschliche Bedürfnis, in der Mitte der Glockenkurve zu bleiben und sozialen Normen anzuhängen, um seinen eigenen Ruf intakt zu halten und die eigene Seriosität zu wahren. Dies hat Vorrang vor Beweisen, vor Offenheit und Neugier, wie auch vor dem menschlichen Bedürfnis nach Wahrheit.

Natürlich gibt es immer Ausnahmen, wie die Studien über die „Verbreitung von Innovationen“ (Teil 2) deutlich zeigen.


Menschliche Gesellschaften sind gewiss vielfältig. Einige Menschen ermutigen uns, die eigene Gesellschaft stabil und vorhersagbar zu erhalten, während andere uns ermuntern, sie vorwärts zu bringen. Wenn wir unsere menschlichen Verbindungen finden und bewahren könnten, unsere Liebe und unseren Respekt für einander, während wir zugleich unsere gegensätzlichen Meinungen ausdrücken können, dann hätten wir eine wunderbare stabile UND zugleich dynamische Gesellschaft, die fähig ist, das höchste Potential der Zivilisation zu entfalten.


Es braucht Individuen, die sich psychologisch sicher fühlen, um divergierende Ansichten offenherzig und respektvoll in Betracht zu ziehen.


Solche sicheren Individuen sind auch eher geneigt, bei ihrer Meinung zu bleiben, wenn sie durch Beweise unterstützt wird, im Gegensatz zu jenen, die sich in der Spirale des Schweigens fangen lassen, wie auch jene, die in den letzten Momenten der Wahlen in Deutschland dem Zug der Masse folgten, im Unterschied auch zu jenen 36.8% Menschen beim Versuch von Asch, die ihre richtigen Antworten zugunsten der falschen Antworten der Mehrheit aufgaben - kurzum:

Anders als jene relativ unsicheren Individuen, die ein grösseres Bedürfnis danach verspüren, gemocht zu werden, als danach, frei zu sein und eine eigene Meinung zu haben.


Die Experimente von Milgram, Elliott, Zimbardo, Festinger und Asch, und die Theorie von Elizabeth Noelle-Neumann über die „Spirale des Schweigens“, zeigen sämtlich die Charakteristiken des „Gruppendenkens“, ein Thema, das in Kapitel 7 behandelt wird.

Weiter mit Teil 7: Gruppendenken

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Anmerkungen:

[1] Solomon Asch, “Opinions and Social Pressure,” Scientific American (1955). http://www.columbia.edu/cu/psychology/terrace/w1001/readings/asch.pdf
[2] Ebd. Vgl. http://www.youtube.com/watch?v=TYIh4MkcfJA

[3] Siehe:  http://www.youtube.com/watch?v=TYIh4MkcfJA

[4] Americans Question Bush on 9/11 Intelligence
[5] Elizabeth Noelle-Neumann, The Spiral of Silence: Public Opinion—Our Social Skin, 2nd ed. (Chicago: The University of Chicago Press, 1993).

[6] deHaven-Smith, Conspiracy Theory (191-192).
[7] Elisabeth Noelle-Neumann, The Spiral of Silence: Public Opinion
—Our Social Skin, 2nd ed. (Chicago: The University of Chicago Press, 1993);
deutsch: Elisabeth Noelle-Neumann, Öffentliche Meinung.










Karten, die für das Experiment zur Konformität verwendet wurden.