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PHYSIK  BEWEIST SPRENGUNG*



„Warum schweigen gute Menschen zum 11. September ?“


Teil 18: Amerikanische Einzigartigkeit und nationalistische Religion


 von Frances T. Shure 2015                    

 

aus: http://www.ae911truth.org/news/220-news-media-events-fran-shure-part-18.html


Übersetzung Andreas Bertram-Weiss


Anmerkung der Herausgeber: Frances Shure, M.A., hat eine tiefgehende Analyse durchgeführt, die eine Schlüsselfrage unserer Tage anspricht: „Warum schweigen gute Menschen angesichts von 9/11 - oder werden krank?“ Das daraus hervorgegangene Essay, das als Serie präsentiert wird, ist eine Synthese sowohl aus akademischer Forschung und klinischer Betrachtung.


„Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem solche Dinge wirklich passieren könnten!“, rief eine Bekannte aus, als sie einige Beweise über den 11.  September hörte - Fakten, die Skeptiker wie mich veranlassen, über die offizielle Erzählung dieses berüchtigten Tages zu diskutieren.


Sie war nicht nur darüber zutiefst erschrocken, dass ich und eine wachsende Anzahl von Menschen in der Welt davon überzeugt sind, dass 9/11 ein Inside Job [internes Vergehen] war, sondern sie fand es auch unvorstellbar, dass einige der führunden Persönlichkeiten Amerikas an solch einer Abscheulichkeit teilgenommen haben könnten.


Ein Leser schickte mir einen ausführlichen Brief, nachdem er in einer Lokalzeitung einen Artikel [1] gelesen hatte, in dem ich meine Gründe darlegte, warum ich nicht über 9/11 schweige. Er schrieb:


„Ich bin 65, wuchs in Washington, D.C. auf und war 7 Jahre im Aktivdienst der Air Force. Auch wenn ich von all den Lügen wusste, die uns über Vietnam erzählt wurden (ich war dort für ein Jahr stationiert), Watergate, COINTELPRO, die CIA-Operationen in den USA, usw., Könnte ich mich nicht dazu bringen zu glauben, dass irgendjemand in der US-Regierung kaltblütig - oder verrückt - genug sein könnte, um so etwas wie das zu tun. So ging es mir über Jahre, aber etwas nagte immer in meinem Unterbewusstsein, besonders als ich mehr von dem las, was diese Menschen sagten.Dann las ich, dass David Ray Griffin kam, um hier (an der Universität von Colorado, Boulder) im Oktober 2007 einen Vortrag zu halten. Ich wusste, dass er einer der führenden Forscher war und entschloss mich sofort, ihm zuzuhören. Seine Präsentation [2] überzeugte mich mit Links...


Das erinnert mich an jenen Journalisten, den ich bei einer Strassenaktion traf und der sagte:

Ich bin mir dessen bewusst, dass unsere Regierung schlimme Dinge tut, aber nicht DIES! Nicht jene Türme! Sie würden nicht SO böse sein.“ (Vgl. Teil 1: Vorwort und Einführung)


Eine der Kernvorstellungen, die die amerikanische Kultur uns einprägt, ist die, dass unsere Geschichte, Werte und das politische System in einzigartiger Weise gut sind. Aufgrund dieses so wahrgenommenen, einzigartigen Charakters unserer Nation, glauben Bürger/innen im Grossen und Ganzen, dass die USA dazu berechtigt und bestimmt sind, eine positive Rolle auf der Weltbühne zu spielen. Was auch immer die USA auf der Weltbühne machen, ist demnach in der letzten Konsequenz auch gut für die Menschheit. Dieser Glaube stützte beispielsweise das Konzept der „Offensichtlichen Vorsehung“, eine amerikanischen Haltung des 19. Jahrhunderts, die meint, dass die USA eine fast göttliche Mission hätten, sich auf dem Kontinent auszubreiten und - in den späteren Jahren und Jahrezehnten - über den Rest der Welt.[3]


„Amerikanische Einzigartigkeit“ ist der Ausdruck, der verwendet wurde, um diese Vorstellung zu beschreiben, und er bildet damit einen weiteren „heiligen Mythos“ unserer Kultur.[4]





















Nach dem Theologen und Gelehrten David Ray Griffin glauben die meisten US-Bürger/innen,  Amerika sei „eine grundsätzlich gute Nation ..., die niemals vorsätzlich etwas furchtbar Böses tun würde.“

Wenn Bürger/innen es also als ein Sakrileg erachten, den Glauben an die amerikanische Einzigartigkeit zu hinterfragen, dann befindet sich ihre Vorstellung auf einer höheren Stufe der Überzeugung und kann zu Recht als ein „nationalistischer Glaube“ bezeichnet werden.[5] „Aus dem Blickwinkel eines solchen Glaubens kann die Behauptung, dass der 11. September ein Inside Job war [d.h. von den USA selbst ausgeführt wurde], einfach nicht wahr sein“, erklärt Griffin.[6]


Um diesen blendenden Glauben weiter zu verdeutlichen, zitiert Griffin den hervorragenden Theologen John B. Cobb, Jr.:

Die Antwort der meisten Amerikaner/innen [wenn sie die Beweise hören, die aufzeigen, dass 9/11 ein Inside Job war] zeigt, wie machtvoll der Griff des „nationalistischen Glaubens“ auf sie ist.

Sie wollen nicht hören, dass Mitglieder ihrer Regierung sie in einer Sache von so grosser Bedeutung getäuscht haben. Sie wollen den Beweis nicht nachprüfen. Sie „wissen“ im Voraus, dass der Frager sich jenseits der Grenzen des Zulässigen bewegt. Sie „wissen“ dies, weil die Alternative nicht zu ihrem „Glauben“ passt.[7]


Aber, so fragt Griffin, die meisten Amerikaner/innen „wissen, dass die Bush-Cheney-Administration uns in den Krieg gegen den Irak hineingelogen hat“, warum ist es dann von hier solch ein Sprung dorthin, um sich vorzustellen, dass der 11. September eine Operation unter falscher Flagge war?


Dr. Cobb bietet dieses Verständnis an:

Die Antwort könnte sein, dass eine Täuschung in der Frage, wer welche Waffen besitzt, toleriert werden kann.

Wir können nachvollziehen, dass die wirklichen Gründe, aus denen ein Krieg geführt wird, sich oft von dem verkündeten Grund unterscheiden. Aber zu glauben, dass hohe Mitglieder einer amerikanischen Regierung, gleich welcher Partei oder Zugehörigkeit, einen Grossangriff organisieren würden, um Tausende amerikanischer Bürger/innen zu töten, würde die amerikanische Überzeugung von der grundlegenden Güte der Nation tief verletzen, eine Gewissheit, die in den Tiefen unseres nationalen Glaubens verankert ist.[8]


Gute Absichten?


Ein tief verwurzelter amerikanischer Glaube ist, die Handlungen unserer Regierungsspitze entsprängen, selbst wenn sie Leid verursachen, dennoch immer edlen Absichten.

Es ist extrem schwer, diese tief verankerte Elementarvorstellung zu erschüttern, selbst mit anschaulichsten Gegenbeweisen.

Dies ist ein emotionales Phänomen, kein intellektuelles.

Der 9/11-Beweis, der der offiziellen Erzähllinie widerspricht, ist leicht zu begreifen.

Aber das emotionale Gegründet-Seit im Glauben an die wesentliche Güte Amerikas und besonders an die guten Absichten seiner führenden Persönlichkeiten ist das Hindernis, diese Fakten unvoreingenommen zu hören und ihre Bedeutung zu verstehen.


Ein Physiker z. B., den ich an dem Volksfest von Denver traf, bezog tapfer Stellung zu einer in keinem Zusammenhang mit dem 11. September stehenden kontroversen Sache. Er begreift gut die Charakteristika einer geplanten Sprengung.

Und doch drückt er seinen nationalistischen Glauben und Vertrauen in unsere Amtsträger aus, indem er sagt:

„Ich kann nicht dorthin gehen, wohin Sie gegangen sind, und glauben, dass selbst einige Leute in unserer Regierung ihren Mitbürger/innen so feindselig gegenüberstehen, dass sie vorsätzlich solch einen Massenmord begehen würden!“


Nationalistischer Glaube und christlicher Glaube


Ein deutliches Beispiel für den Austausch des christlichen Glaubens gegen einen nationalistischen sind die Umstände der Veröffentlichung von Dr. David Ray Griffins Buch „Christian Faith and the Truth behind 9/11: A Call to Reflection and Action“ [Christlicher Glaube und die Wahrheit hinter 9/11: Ein Ruf zum Nachdenken und Handeln].

Zuvor hatte Westminster John Knox Press Bücher von Dr. Griffin veröffentlicht, die die Kerndogmen des christlichen Glaubens und der Presbyterianischen Kirche, die den Verlag besitzt, scharf kritisierten.

Auch hatte es kein negatives Echo dazu von der konfessionellen Glaubensgemeinschaft gegeben.


Als Westminster Press jedoch Griffins Buch über 9/11 veröffentlichte, das die offizielle Erzählung jenes Tages in Frage stellte, verloren zwei Herausgeber, die für die Veröffentlichung direkt verantwortlich waren, ihre Stelle.

Über diesen Vorfall nachsinnend, bemerkt Griffin scharf:

„Was ist also die Botschaft an die Herausgeber bei kirchlichen Verlagen? Ist es diese, dass sie Bücher, die in Bezug auf traditionelle christliche Glaubenssätze höchst kritisch sind, verlegen können, ohne ihre Stelle zu verlieren?

Aber sie hätten besser mal nichts veröffentlicht, das die Idee in Frage stellt, dass Amerika als eine einzigartige Nation grundsätzlich gut ist, weil dies der [wahre] religiöse Glaube ist, der nicht in Frage gestellt werden kann.“


Ist das nicht ein drastische Schilderung der Tatsache, dass für Christ/inn/en in Amerika christlicher Glaube allzu oft weniger wichtig ist als ihr amerikanischer Glaube?


Wie ich erörtert habe, ist der Beweis, dass 9/11 ein Inside Job war, überwältigend für jemanden, der Augen hat zu sehen.

Christlicher Glaube in seiner besten Form hilft, den Menschen für diesen Beweis die Augen zu öffnen. Wenn der christliche Glaube (an Gott) jedoch dem Glauben an Amerikas Güte untergeordnet wird, dann wird er zu einem verblendeten Glauben, der Christ/inn/en mit geschlossenen Augen hervorbringt.


Während ich so lange daran arbeitete, um die Wahrheit über den 11.  September aufzudecken, ist es eine meiner zentralen Hoffnungen gewesen, dass diese Enthüllung die amerikanischen Christ/inn/en dazu führen würde, von ihrer Götzen verehrenden Unterwerfung umzukehren.

Und wenn Christ/inn/en in unserem Land 9/11 einmal als das sehen, was es ist, nämlich ein Vorwand, um das amerikanische Imperium vorwiegend in muslimische Länder hinein auszuweiten, dann hoffe ich, dass sie die Notwendigkeit realisieren, sich dem amerikanischen Imperialismus ebenso heftig zu widersetzen, wie sie sich anderen Formen des Imperialismus widersetzt haben, um auf der Seite Jesu zu stehen, der ein anti-imperiales Evangelium verkündigte.[9]


Laut John B. Cobb war der christliche Glaube der Hauptglaube und die Identität der meisten Europäer/innen.

Während der Rennaissance, also vom 14. bis zum 17. Jahrhundert, begann ein Übergang zum Cartesianischem  [10] und nationalistischem Glauben sich zu vollziehen. Am Ende des 18. Jahrhunderts war dieser Übergang vollendet, so dass die meisten Bürger/innen Europas und der USA einem Cartesianischen oder nationalistischen Glauben anhingen. Mit diesen modernen Identitäten wie mit ihrer vorherigen ersten christlichen Identität bekleidet, konnten die Bürger/innen die Anfragen an die fundamentalen Prinzipien dieser neuen „Glaubensformen“ nicht tolerieren. Was Dr. Griffin mit seinem Buchverlag vorfand, bemerkt Dr. Cobb: „In vielen christlichen Gemeinden bringt man mehr Mitglieder gegen sich auf, wenn man gegen den nationalistischen ,Glauben’ angeht, als wenn man die übernommenen Formen des christlichen ,Glaubens’ kritisiert“.[11]


Imperium, Einzigartigkeit und Blindheit


Es ist offensichtlich wahr, dass viele andere Gesellschaften, vergangene und gegenwärtige, sich ihrer eigenen Form von Einzigartigkeit verschrieben haben, wie auch ihrer eigenen Form von nationalistischem Glauben. Wenn diese Gesellschaften imperialistische Nationen sind, dann sind die Bürger/innen zum grössten Teil blind gegenüber dem Leiden derjenigen geworden, die den arroganten Ambitionen ihrer Nation unterworfen wurden.

Unglücklicherweise haben die USA sich in ihrer Geschichte diese unerleuchtete Ausrichtung von Imperium, Einzigartigkeit und Blindheit gegeben.

Da es in amerikanischen Familien, Kirchen, Sozialvereinen und dem Erziehungssystem von der Grundschule bis zum College an der Fähigkeit zu kritischem Denken weitestgehend fehlt, hat die grosse Mehrheit der Amerikaner/innen kaum einen Gedanken auf den historischen Präzedenzfall des hegemonialen Verhaltens ihres Landes verwendet.

Noch weniger wurden sie darin angeleitet, den Glauben an die amerikanische Einzigartigkeit zu hinterfragen.



Stephen M. Walt, Professor für internationale Angelegenheiten an der Harvard Universität, listet fünf Überzeugungen auf, die die meisten von uns verinnerlicht haben:


1. Es gibt etwas Einzigartiges an der amerikanischen Einzigartigkeit.

2. Die USA verhalten sich besser als andere Staaten.

3. Amerikas Erfolg ist in seiner besonderen Genialität begründet.

4. Die USA sind für das meiste Gute in der Welt verantwortlich.

5. Gott ist auf unserer Seite.[12]


Nur wenige Amerikaner/innen haben sich von diesen während ihrer Entwicklungsjahre in sich aufgesogenen Vorstellungen wieder frei gemacht, obwohl es eine Fülle an Beweisen dafür gibt, dass der heilige Mythos, der sie umgibt, kaum etwas mit der Realität zu tun hat.

Dr. Stephen Walt beschliesst sein Essay „Der Mythos der amerikanischen Einzigartigkeit“ mit dem Rat:

 

„Wenn Amerikaner/innen wahrhaftig einzigartig sein wollen, dann sollten sie damit beginnen, die ganze Idee der ,Amerikanischen Einzigartigkeit’ etwas skeptischer zu sehen.“[13]


Eine Möglichkeit, den heiligen Mythos Amerika skeptischer zu sehen, ist, dieses Thema zu studieren. Wir können eins oder mehrere der vielen Bücher lesen, die ausführlich beschreiben, wie weit wir von unseren demokratischen Idealen und Prinzipien abgewichen sind [14], und wir können uns einen oder mehrere der vielen Dokumentarfilme ansehen, die auf DVD erhältlich sind.[15]


Wenn wir uns einem Beweis gegenüber sehen, der unserer Weltsicht widerspricht, dann werden wir unausweichlich eine kognitive Dissonanz erfahren, dieses verstörende Gefühl, dass wir unser emotionales Gleichgewicht verlieren. (Vgl. Part 5: Leugnung und kognitive Dissonanz).

Diese emotionale Unbehaglichkeit veranlasst uns, zu tun, was immer nötig ist, um unsere Ruhe wiederzuerlangen.

Wenn wir psychologisch sichere Individuen sind, dann werden wir Merkmale von Unvoreingenommenheit und scharfes Urteilsvermögen zeigen, verbunden mit der Fähigkeit, schwierige emotionale Reaktionen zu verarbeiten. Dies sind Eigenschaften eines reifen Menschen. Der durch sie ermöglichte intellektuelle und emotionale Prozess resultiert in einer neuen Sicht der Realität, in diesem Fall ist es eine neue Sicht unserer Nation, die mit den Fakten übereinstimmt.

Zweifellos haben viele Menschen, die jetzt erkennen, dass der 11. September nicht so geschehen ist, wie unsere Regierung es uns erzählt hat, diesen schwierigen Prozess durchgestanden.


Sozialer Status und falscher Stolz


Auf der anderen Seite werden diejenigen, die - auch wenn sie sich in ihrem sonstigen Denken auf Beweise stützen - sich gründlich mit dem Dogma infiltrieren liessen, dass Amerika einzigartig sei, durch die auf den False Flag-Charakter von 9/11 hinweisenden Fakten schwerwiegend in Frage gestellt.

Besitzen sie kein starkes Selbstgefühl und identifizieren sie sich exzessiv mit dem Kernglauben von Amerikas eindeutiger Güte (vgl. Teil 17), dann werden sie voraussichtlich ablehnen oder mindestens kleinreden, was immer sie an entgegenstehender Information hören.

Ihre Rückweisung der neuen Beweise entspringt oft falschen Stolz und in diesem Fall einem übertriebenen Stolz auf ihr Land, der nicht nur unbegründet, sondern auch von den Fakten widerlegt ist.


David Ray Griffin drückt es wie folgt aus:

„Die Beobachtung, dass Stolz einer der grundlegenden menschlichen Fehler ist, ist absolut richtig. ... Das Merkmal amerikanischer Geschichte, das uns für diesen Stolz besonders haftbar macht, ist die Vorstellung, die man Einzigartigkeit nennt, also die Idee, dass Amerika eine einzigartige Nation sei. … Sie [diese Vorstellung] kam auf ... , [als] dieses Land entstand. Man sagte: Es gibt so viel Böses in den europäischen Ländern, so viel Betrug, so viel Lüge, so viel Ausbeutung der Menschen für die Zwecke der Herrschenden, aber in Amerika ist dies nicht der Fall. Unser Führungspersonal ist von diesen Sünden frei.“

Wie mir scheint, hat dies den 11. September für Amerikaner/innen besonders schwierig gemacht.[16]


Die Bewegung für die Wahrheit von 9/11 umfasst viele hochgebildete und prominente Menschen.[17]

Nichtsdestotrotz haben Aktivisten für die Wahrheit von 9/11 beobachtet - und in einer wissenschaftlichen Umfrage ausgewertet [18], dass (ein hoher) sozialer Status charakteristisch ist für Menschen, die dem Beweis, der der offiziellen Erzählung von 9/11 widerspricht, weniger offen gegenüberstehen.


Der politische Analytiker, Poet und ehemalige Diplomat Peter Dale Scott bietet eine Erklärung für dieses Paradox an:

„Wer Fragen zu 9/11 stellt, wagt es, Fragen über die Rechtmässigkeit unserer Regierung aufzuwerfen.

Vor allem wirft er Fragen zu den radikalen Restriktionen fundamentaler Freiheiten auf, die seit September 2001 eingeführt worden sind. Je höher der Status ist, den jemand in der Gesellschaft hat, desto schwerer ist es für die Betreffenden, auf Hinweise zu hören, die besagen, dass es etwas Illegitimes in der Machtstruktur gibt, der sie angehören.

So kommt es zu dem Paradoxon, dass gewöhnliche Menschen die offiziellen Theorien über den 11. September mit grösserer Wahrscheinlichkeit bezweifeln als Menschen mit besserer Ausbildung und breiterem Zugang zu Informationen.“[19]


„Aber du bist weiss!“

In fesselnder Weise wurde Scotts These auf dem Denver Volksfest 2011 bestätigt, als ein Hispanoamerikaner sich unserem Stand von „Wahrheit über 9/11“ näherte. Nachdem er still die Plakate, DVDs und Bücher untersucht hatte, die auslagen, verkündete er mit grosser Verwirrung: „Wir sprechen darüber in meiner Nachbarschaft. Aber ihr! Ihr seid weiss!“

Ich war zunächst sprachlos, mühte mich aber redlich ab, ihn einiges zu erklären, während wir eine Weile miteinander plauderten. Nichtsdestotrotz war er weiterhin verdutzt, und als er aufbrach, schüttelte er noch immer ungläubig seinen Kopf und wiederholte: „Aber ihr seid weiss!“


Eine afro-amerikanische Frau sorgte zehn Minuten später praktisch für eine Wiederholung dieser Szene. Sie blieb am Stand stehen und rief aus: „Schätzchen, in meiner Nachbarschaft ... da wissen wir alle darüber Bescheid. Aber wir sprechen nur unter uns davon.“


In der Tat sehen wir Aktivist/inn/en oft, dass jene, die am meisten von unserem ökonomischen und politischen System profitieren, auch am wahrscheinlichsten die sind, die abschätzig, höhnisch oder ärgerlich werden, wenn wir ihnen erzählen, dass Elemente innerhalb unserer Regierung die verheerenden Attacken des 11.  September angeführt haben könnten.

Ihre Reaktion veranschaulicht die prägnante Beobachtung des Autors Upton Sinclair:


„Es ist schwierig, einen Mann dazu zu bringen, etwas zu verstehen,

wenn sein Gehalt davon abhängt,

dass er es nicht versteht!“[20]


Sinclairs Erkenntnis kann auf jeden Interessenkonflikt, nicht nur den ökonomischen ausgeweitet werden. Wie wir es in Teil 11 (Die Theorie der Systemrechtfertigung) herausgefunden haben, möchten die meisten Menschen sich in dem System, in dem sie leben und mit dem sie sich identifizieren, wohlfühlen.

Gleichwohl können wir annehmen, dass insbesondere die Wohlhabenden das positive Bild ihres Landes verteidigen möchten.

Wirklich unvoreingenommen gegenüber den schockierenden Informationen zu sein, die von 9/11-Skeptikern präsentiert wird, widerspräche radikal ihrer Erfahrung mit dem System, dass sie mit wirtschaftlichen und sozialen Vorrechten ausgestattet hat. Ich sage „wirklich unvoreingenommen“, weil einige hoch gebildete Menschen eher geschickt Offenheit vortäuschen können, aber sich durch ihre Körpersprache und ihren Tonfall verraten.


Es ist interessant, dass Entrechtete und jene, die Erinnerungen an Familiengeschichten von brutalem Missbrauch und behördlicher Unterdrückung in sich tragen, kein Problem damit haben, sich vorzustellen, dass in den Machtstrukturen der herrschenden Kultur abscheuliche Verbrechen geplant werden.

In gleicher Weise sollten diese Menschen es eigentlich einfacher haben, den Mythos der amerikanischen Einzigartigkeit zu durchschauen.


Es ist deshalb plausibel, dass allgemein jene, die am meisten von unserer Gesellschaft profitieren, und auch jene mit höherer Bildung am meisten dazu neigen, die Augen vor den Beweisen - die unser System und sein Führungspersonal nicht rechtfertigen - zu verschliessen.

Deshalb sind diese Menschen wahrscheinlich auch am reichsten von allen mit dem Glauben an die amerikanische Einzigartigkeit, wenn nicht mit dem nationalistischen Glauben, ausgestattet.


Eines der vielen Länder, die verkündeten, dass sie einzigartig und besser wären als alle anderen, war Deutschland unter dem Einfluss der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei.

Im nächsten Teil dieser Serie werden wir untersuchen, wie die Partei der Nazis ihre Bürger/innen manipulierte und belog, und zwar mit verheerenden und abscheulichen Auswirkungen.


Weiter mit Teil 19: Manipulationen der Regierung und die Grosse Lüge

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Anmerkungen:


[1] Susan Dugan, Washington Park Profile, „Fran Shure: A Spiritual Issue Not To Be Silent About 9/11“ (January 2015).

[2] David Ray Griffin, 9/11 Contradictions: A Guide for Congress and the Press, Vorlesung gehalten am 21. Oktober 2007 an der University of Colorado, Boulder, zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=6GeTv4O_64E.

Das Buch, auf dem die Vorlesung beruht lautet: 9/11 Contradictions: An Open Letter to Congress and the Press (Interlink Publishing Group, 2008).

[3] Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Manifest_destiny.

[4] Ein „heiliger Mythos“ ist eine besondere Erzählung, die in jeder Kultur besteht, unabhängig davon, ob sie wahr, unwahr oder teilweise wahr ist. Sie erzählt uns, wer wir sind und warum wir tun, was wir tun. Der andere heilige Mythos, der in dieser Serie von Aufsätzen diskutiert wird, ist die Regierungserzählung von 9/11. Vgl. Teil 1: Vorwort und Einführung.

Siehe auch: David Ray Griffin, Ph.D., “9/11: The Myth and the Reality,” unter http://davidraygriffin.com/articles/911-the-myth-and-the-reality.

[5] Siehe auch MSNBC’s Tucker Carlson, der hitzig zu David Ray Griffin sagt: „Es ist falsch, blasphemisch und frevelhaft, sich dieses vorzustellen oder anzudeuten, [dass 9/11 ein Inside Job war]“, vgl. https://www.youtube.com/watch?v=AxKW3EqbfRE.

[6] David Ray Griffin, 9/11 and Nationalist Faith: How Faith Can Be Illuminating or Blinding. Diese Zitate sind von einer Rede, die er am 19. Oktober 2007 an der Iliff School of Theology in Denver, Colorado, hielt. Das Skript für die Lesung: http://davidraygriffin.com/lectures/911-and-nationalist-faith.

[7] Matthew J. Morgan, ed., The Impact of 9-11 on Religion and Philosophy: The Day that Changed Everything? John B. Cobb, Jr., “Truth, ‘Faith,’ and 9/11” (Palgrave Macmillan, November 15, 2009) 151 – 168. Dieses Kapitel der Sammlung kann auf der Website der Religious Leaders for 9/11 Truth gefunden werden: http://rl911truth.org/index.php?option=com_content&view=article&id=65:cobb-john-b-truth-faith-and-911&catid=37:911-articles&Itemid=69.

[8] Ibid.

[9] Griffin, “9/11 and Nationalist Faith.”

[10] Der französische Philosoph war eine Schlüsselfigur in der wissenschaftlichen Revolution seiner Zeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes.

[11] Cobb, “Truth, ‘Faith,’ and 9/11.”

[12] Stephen M. Walt, “The Myth of American Exceptionalism,” Foreign Policy, November 2011, http://www.foreignpolicy.com/articles/2011/10/11/the_myth_of_american_exceptionalism.

[13] Ibid.

[14] Ich kann wahrscheinlich nicht genug betonen, wie dankbar ich bin, in einem Land zu leben, in dem ich. bis jetzt noch, meine Gedanken, ohne Gefahr für mein Wohlergehen oder das meiner Familie aussprechen kann.

Auch wenn es fraglich ist, dass irgendein Land seine Kernprinzipien perfekt einhält, so muss doch festgestellt werden, dass die USA sich Lichtjahre von ihren Grundwerten entfernt haben. Ich möchte, dass mein Land im Einklang mit seinen Idealen steht. Dies ist einer der Gründe, warum ich über 9/11 und andere Themen meine Meinung sage. Jene von uns, die sich weigern, über so viele Dinge zu schweigen, die unsere amerikanischen zentralen Prinzipien Lügen strafen, versuchen das Bewusstsein zu schärfen. Wir hoffen, gehört zu werden.

Wir hoffen auf einen wirklichen und fundamentalen Wechsel in unserer Gesellschaft, und wir hoffen auf eine bessere Welt.

Hier sind ein paar der vielen Bücher, die aufzeigen, wie der heilige Mythos der amerikanischen Einzigartigkeit zum grössten Teil einfach unwahr ist:

· Howard Zinn, A People’s History of the United States, (First Harper Perennial edition, 1990).
· John Perkins, Confessions of an Economic Hit Man (Berrett-Koehler Publishers, Inc. 2004).
· William Blum, Killing Hope: U.S. Military and C.I.A. Interventions Since World War II – Updated Edition (Zed Books Ltd; 2 edition, September 11, 2014).
· Chalmers Johnson, The Sorrows of Empire: Militarism, Secrecy, and the End of the Republic (Metropolitan Books; 1st ed. Jan. 2005).

Um zu entdecken, wie weit die USA von einer demokratischen Republik hin zum Faschismus abgestiegen sind, lesen Sie: Naomi Wolf, The End of America: Letter of Warning to a Young Patriot (Chelsea Green Publishing Company, 2007).

[15] Die folgenden Filme sind ein paar wenige Beispiele für die vielen Richtigstellungen, dass der heilige Mythos von der amerikanischen Einzigartigkeit zum grössten Teil einfach nicht der Wahrheit entspricht. Viele dieser Filme betonen, wie wesentlich die wachsende Macht von Organisationen für den Abstieg von einer demokratischen Republik zu einem faschistischen Staat ist. Alle diese Dokumentationen können über die Stichwortsuche im Internet gefunden werden:

Superpower; The Power of Nightmares;

Psywar and Counter-Intelligence (metanoia-films.org);

The Corporation;

Ethos;

Unprecedented: The 2000 Presidential Election;

Global Village or Global Pillage?;

America: Freedom to Fascism;

Why We Fight;

und The New American Century.

[16] “Psychologists on Coping with 9/11 Truth,” http://www.youtube.com/watch?v=Ju5gV8wAbpM.

Auch auf der DVD 9/11: Explosive Evidence – Experts Speak Out, erhältlich: http://www.shop.ae911truth.org/DVDs-and-CDs_c4.htm.

[17] Siehe http://patriotsquestion911.com.

[18] Siehe http://www.911truth.org/article.php?story=20060522022041421 and http://www.rawstory.com/news/2006/Less_than_half_of_Americans_satisfied_0523.html.

[19] Peter Dale Scott, Ph.D., Vorlesung auf der Arizona 9/11 Accountability Conference, February 25, 2007: http://911blogger.com/node/8771.

[20] Siehe: http://en.wikiquote.org/wiki/Upton_Sinclair.



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